Zusammenfassung

Lebensbilder aus der OberlausitzDie Oberlausitz ist eine ländlich geprägte Region im Osten Deutschlands. Zwischen Bischofswerda und Görlitz finden sich naturnahe Landschaften, aber auch vielfältige Zeugnisse einer reichen kulturellen Tradition. Bautzen blickt auf eine mehr als 1000-jährige Geschichte zurück. In der Oberlausitz wurden bedeutende Wissenschaftler und Künstler geboren, die sich weit über die Grenzen ihrer Heimat hinaus einen Namen machten, und verdienstvolle Persönlichkeiten aus nah und fern haben hier ihre Spuren hinterlassen. Das vorliegende Buch stellt die Biografien von 60 Wissenschaftlern, Künstlern, Theologen und Politikern vor.

Das Buch Frank Fiedler, Uwe Fiedler, Lebensbilder aus der Oberlausitz: 60 Biografien aus Bautzen, Bischofswerda und Umgebung ist von 2011 bis 2014 in insgesamt 6 Auflagen erschienen, aktuell: Books on Demand, ISBN 3842351771, 336 S., 27. März 2014, Print & E-Book. Auch erhältlich bei: Amazon, Google, ebook.de, buchhandel.de, apple.com, weltbild.de, Bertelsmann - Buchclub, thalia.de, buch.de, buecher.de.

Das Buch ist nicht-kommerziell !! Die Autorenmarge der 6. Auflage bei einem Ladenpreis von 39,50 Euro beträgt 12 Cent und ist kleiner als die anfallenden Kosten.

Die unterschiedlichen Auflagen sind verfügbar in: Deutsche Nationalbibliothek Frankfurt/M. und Leipzig, Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek Dresden, Zentral- und Landesbibliothek Berlin (Haus Amerika-Gedenkbibliothek), Bayerische Nationalbibliothek München, Universitätsbibliothek Chemnitz, Universitätsbibliothek Kiel, Universitätsbibliothek Siegen, Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek Saarbrücken, Arbeitsgemeinschaft Mitteldeutsche Familienforschung Leipzig, Bibliothek der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften Görlitz, Stadtbibliothek Bautzen, Stadtmuseum Bautzen, Stadtarchiv Bischofswerda, Stadtbibliothek Bischofswerda, Bibliothek des Stadtarchivs Kamenz, Umweltbibliothek Großhennersdorf, Kirchenbibliothek Königswartha, Gemeindebibliothek Königswartha, Stadtbibliothek Löbau, Haifa Historical Society, Kirchenarchiv Rammenau, Archiv der Zeitschrift Schiebocker Landstreicher Burkau.

Blick ins Buch bei books.google.com

34 Biografien (2011-2012, 1.-3. Auflage), 176 Seiten

Seit 2007 hatten sich die Autoren mit einer größeren Anzahl von Artikeln am Biographischen Lexikon der Oberlausitz der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften beteiligt. Der dortige Ansatz, die Wiki-Technik mit der Möglichkeit zum autorenschaftlichen Kennzeichnen von Arbeiten im Internet zu verbinden, erschien besonders attraktiv. Der Erfolg der Beiträge, die über lange Zeit nahezu vollständig die Top-30 der meistaufgerufenen Biografien (von insgesamt etwa 7000) belegten, war bemerkenswert.

Noch bevor das Lexikon "eingefroren" wurde, die Artikel also nicht mehr bearbeitet werden konnten, traten wiederholt Probleme mit der Beachtung unserer geistigen Urheberschaft durch Dritte auf. Dies reichte von nahezu lückenloser Übernahme zum Teil sehr aufwendig in Archiven gewonnener Fakten - jetzt ohne Quellenangabe - über Copy&Paste von Texten und trivialer Umformulierung - unter Beibehaltung des Subtextes, in dem offene Fragen kodiert waren, da man diese offenbar nicht erkannt hatte - bis hin zu so etwas wie "die Person haben wir zufällig entdeckt und dann im Internet recherchiert", was schon ziemlich peinlich ist, wenn zum betreffenden Zeitpunkt nur eine einzige, die aber autorenschaftlich unterschriebene Biografie online existierte. Vor diesem Hintergrund erwies es sich als suboptimal, dass ich relativ großzügig einzelne Artikel in der Wikipedia und dem Stadtwiki Dresden mit Informationen aus unseren Oberlausitz-Arbeiten aufgewertet hatte, um über einen Link auf das Biographische Lexikon der Oberlausitz die dortigen Beiträge zu bewerben. Zudem wurde im Zitiertemplate der Wikipedia für Artikel aus dem Biographischen Lexikon der Oberlausitz im Unterschied zu anderen Lexika wie ADB, NDB, Sächsische Biografie auf die Angabe eines Autors verzichtet.

Aus diesem Kontext resultierte die Entscheidung, die bislang online verfassten Artikel in einem Buch zu publizieren. Aus dem Biographischen Lexikon der Oberlausitz wurden 27 Artikel weitergeführt, an Gegebenheiten des Printmediums (keine Online-Links) angepasst und mit Bildern versehen. Zudem wurden 7 zusätzliche Biografien ergänzt, bei denen ebenfalls schon erhebliche Vorarbeiten existierten. Dies betraf 2 Themen aus der Sächsische Biografie sowie 5 Artikel, die für die Wikipedia bzw. das Stadtwiki Dresden verfasst worden waren.

Schon beim Einstellen in das Biographische Lexikon der Oberlausitz wurde der Anspruch erhoben, zu den jeweiligen Themen möglichst DIE führende Arbeit zu verfassen, oder wo dies aufgrund der Konkurrenzsituation nicht möglich war, zumindest eine mit deutlich eigener inhaltlicher Handschrift. Kurz gesagt, es ging von Anfang an um Forschung und weniger um populärwissenschaftliche Publizistik. Die überwiegende Anzahl der bearbeiteten Themen war 2007 dadurch gekennzeichnet, dass es entweder noch gar keine (allgemein erreichbare) Biografie gab oder nur sehr lückenhafte. Die Auswahl der 34 Themen erfolgte also nicht repräsentativ, buchorientiert nach Regionen/Berufen/Epochen, sondern kompetenzorientiert. Dies war verbunden mit einem starken Schwerpunkt von Biografien mit Bezug auf Bischofswerda und Großdrebnitz, aber auch mit einer systematischen Abarbeitung bestimmter Themenkomplexe wie der landwirtschaftlichen Versuchsstation Pommritz und der Gelehrtenfamilie Stöckhardt.

Großdrebnitzer Kirche Gegenwärtig ist es leider nicht möglich, in das Biographische Lexikon der Oberlausitz zu verlinken, weil es seit Längerem offline ist. Die von Frank und Uwe Fiedler bis 2011 verfassten Biografien werden hier stattdessen in Textform angeboten, aus Gründen der Authentizität mit allen Wiki-Steuerzeichen. Auf das Layout und damit auf alle ergänzenden Abschnitte wie Familie und Literatur wird dagegen verzichtet, was im Einzelfall dazu führen kann, dass im Text einzelne Lebensdaten nicht aufgeführt sind. Aus Großdrebnitz wurden für folgende Personen Biografien erarbeitet:

Die weiteren für das Buch übernommenen Arbeiten aus dem Biographischen Lexikon der Oberlausitz betrafen: Arthur Biram (israelischer Pädagoge), Gerhard Creutz (Ornithologe), Georg Derlitzki (Agrarwissenschaftler), Eduard Heiden (Agrarwissenschaftler), Friedrich Hesse (Zahnmediziner), Walther Hesse (Bakteriologe, Hygieniker), Karl Traugott Kanig (sorbischer Liederdichter), Gustav Loges (Agrarwissenschaftler), Karl Wilhelm Mittag (Kirchschullehrer, Stadtchronist), Johannes Pache (Komponist, Kantor), Osmar Schindler (Maler), Karl Gottfried Siebelis (Pädagoge, Philologe), Hermann Steudner (Botaniker, Afrikaforscher), Karl Hermann Steudtner (Heimatforscher), Ernst Stöckhardt (Agrarwissenschaftler), Johann Heinrich Stöckhardt (Pfarrer), M. Gerhard Heinrich Jacobjan Stöckhardt (Pfarrer, Philologe), Robert Stöckhardt (Jurist), Gottlob Friedrich Thormeyer (Architekt), Gottfried Unterdörfer (Förster, Dichter).

Die 7 ergänzenden Arbeiten aus Sächsischer Biografie, Wikipedia und Stadtwiki umfassten: Richard Garbe (Pfarrer), Josef Goller (Glasmaler), Walther Hempel (Chemiker, Rektor der TH Dresden), Christian Adolph Klotz (Gelehrter), Gottlob Adolf Ernst von Nostitz und Jänkendorf (Minister und Dichter), Bruno Steglich (Agrarwissenschaftler), Reinhold Stöckhard (Beamter und Komponist).

Meilenstein: 3. Auflage, 2.1.2012, nominiert durch den Oberbürgermeister von Bischofswerda, Andreas Erler, für den Sächsischen Landespreis für Heimatforschung, Nominierung für den Endausscheid als "bemerkenswerte Arbeit" durch die Jury

Erweiterung auf 60 Biografien (2012-2014, 4.-6. Auflage)

Nachdem wir uns mit einem Achtungserfolg am Wettbewerb "Sächsischer Landespreis für Heimatforschung" beteiligt hatten, wurden wir von sehr vielen Seiten ermutigt, einen Band 2 mit weiteren Biografien folgen zu lassen. Dieser Band existierte schon im Manuskript, allerdings wurde der Plan wieder verworfen, weil "Massenware" nicht den selbstgewählten Ansprüchen der Autoren entsprach. Stattdessen wurde das bisherige Buch schrittweise um weitere 26 Arbeiten ergänzt und der Buchumfang von 176 auf 336 Seiten erweitert. Voraussetzung dafür waren Hunderte von Uwe Fiedler für das Stadtwiki Dresden zu bestimmten Komplexen wie Kunstakademie, historische Vereine und Zeitungen sowie Wissenschaftsgeschichte verfasste Beiträge. Sie lieferten vielfach Hintergrundwissen, Informationen zu einzigartigen Quellen und auch indirekte Informationen zu Biografien im Lebensbilder-Buch. Viele der Arbeiten im Lebensbilder-Buch haben einen deutlichen Dresden-Bezug. Auch aus der Wikipedia wurden wiederum Vorarbeiten übernommen. Beispielsweise wurden ergänzt:

Karl August Böttiger (Altertumsforscher), Edmund Friedrich (Balneologe), Ernst Giese (Architekt), Wiprecht von Groitzsch (Markgraf), Adolf Lier (Maler), August Gottlieb Meißner (Schriftsteller), Eduard Gottlob von Nostitz und Jänkendorf (Minister), Georg Petermann (pietistischer Prediger), Ernst Rietschel (Bildhauer), Clara Henriette Marie Stöckhardt (Malerin), Johann Eleazar Zeissig (Maler).

Meilenstein: erfolgreiche Teilnahme an der Frankfurter Buchmesse 2013 mit der 5. Auflage (58 Biografien auf 308 Seiten)

Erfahrungen

Alle Artikel befinden sich im Augenblick in einer nochmaligen, systematischen typografischen und redaktionellen Überarbeitung. Diese Bearbeitungen fließen in die Beiträge zur Heimatforschung in Sachsen ein.

Pressemitteilung 2013

Heimatgeschichte jetzt auch als E-Book

Im Juni 2013 ist beim Verlag Books on Demand die 5. Auflage der "Lebensbilder aus der Oberlausitz" von Frank Fiedler und Uwe Fiedler erschienen. Das Buch enthält jetzt auf 308 Seiten 58 Biografien aus Bautzen, Bischofswerda und Umgebung. Mit der neuen Auflage, die erstmals auch in führenden E-Book-Formaten wie iTunes von Apple, Kindle von Amazon und EPUB zu erhalten ist, wollen die Autoren verstärkt eine junge Leserschaft ansprechen. Zudem ist das E-Book wesentlich kostengünstiger zu haben als die Printversion.

Die Autoren wollen mit ihrem Buch Heimatgeschichte anhand der handelnden Menschen und vor allem an Wechselbeziehungen zwischen diesen sichtbar machen. Man findet Berühmtheiten wie Ernst Rietschel oder Francesco Morlacchi, aber auch viele inzwischen vergessene Personen. Der größte Teil der behandelten Persönlichkeiten ist über die Oberlausitz hinaus wirksam geworden und hat so seine Spuren vor allem auch in Dresden hinterlassen. In dieser Auswahl widerspiegeln sich langjährige Forschungen der Autoren zur Dresdner Kunst-, Medien- und Vereinsgeschichte.

Wichtig war den Autoren, Beiträge zu schreiben, die ganz oder zumindest hinsichtlich einzelner Aspekte über den Forschungsstand zu den jeweiligen Biografien hinaus gehen. Dies gilt besonders dort, wo die jeweiligen Personen schon in der Allgemeinen oder Neuen Deutschen Biographie behandelt wurden. Als Beispiele seien der Afrikaforscher Hermann Steudner, der ermordete Mitstreiter Martin Luthers Georg Winckler und der Schriftsteller Robert Heller genannt. In einigen Fällen konnten weitgehend unbekannte Details erforscht werden, so zu dem Dresdner Hofbaumeister Gottlob Friedrich Thormeyer dessen Verdienste um die Botanik, zu dem berühmten Bildhauer Ernst Rietschel dessen "indirekte" Berufung an die Kunstakademie Dresden über die seinerzeitige Technische Bildungsanstalt und zu dem Mikrobiologen Walther Hesse seine Unterstützung von Robert Koch bei dessen bahnbrechenden Arbeiten in der Tuberkulose-Forschung. Überdurchschnittlich viele Arbeiten beziehen sich auf die Agrarwissenschaft und insbesondere auf die landwirtschaftliche Versuchsstation Pommritz. Mit der Überwindung des Hungers ist es heute nahezu vergessen, wie bedeutend gerade dieser Wissenschaftszweig lange war.

Das Buch fasst mehr als 20 Jahre Heimatforschung der Autoren zusammen. Etwa die Hälfte der Biografien wurde zunächst in Grundzügen für das Biographische Lexikon der Oberlausitz der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften erarbeitet und dort seit 2007 weit mehr als 100.000 Mal online aufgerufen. Die aktuelle Auflage bezieht sich aber auch auf einige Jubiläen und Gedenktage des Jahres 2013. Am 10. April jährte sich der Todestag des in Bischofswerdas Partnerstadt Gryfów Slaski geborenen Botanikers und Mediziners Hermann Steudner zum 150. Mal. In Les Cabannes in den französischen Pyrenäen gedachte man am 13. September 2013 dem 200. Todestag des in Großdrebnitz gefallenen napoleonischen Brigadegenerals Francois Basile Azámar und die Hebrew Reali School in Haifa begeht im Dezember den 100. Jahrestag ihrer Gründung durch den in Bischofswerda geborenen Arthur Biram.

Arbeitsmaterial

Erste Vorarbeiten zu den im Buch befindlichen 60 Biografien gingen auf Frank Fiedler zurück:

Digitale Vorarbeiten: Bruno Barthel | Richard Garbe | Ahnentafel Familien Gnauck/Steglich | Großdrebnitzer Chronik von Pfarrer Marloth | Vorwerk Kleindrebnitz (Nake/Neumeister/Thormeyer) | Bruno Steglich (Trebsen) | Bruno Steglich (Werke) | Ahnentafel Familie Stöckhardt | Reinhold Stöckhardt | Gottfried Unterdörfer